• Marching Empress

Einmal gespielt – nie mehr gestoppt

Es ist schon ironisch dass ich kurz vor Corona meine Playstation verkauft hab um mir n festival ticket zu kaufen?“ (©Jodel / MitVergnuegenBerlin) – Dieser Jodel aus dem Sommer 2020 geht uns, als Entwickler und Publisher von Games, natürlich direkt ins Herz. So ein Pech und schlechtes Timing, lieber Jodler. Der oben zitierte (jetzt) Festivalticket-Besitzer muss aber nicht traurig sein, solange er noch ein mobiles Endgerät besitzt, ist Gaming immer noch möglich und damit wäre er nicht allein, sondern in bester Gesellschaft.


Nach über vier Monaten „#StayHomePlayTogether“ (oder #PlayTogetherStayApart, so die Kampagne internationaler Hersteller und Entwickler von Games), hat unser Mutterkonzern Vivendi eine Studie in Auftrag gegeben und darin auch die Auswirkungen der Quarantäne und das veränderte Freizeitverhalten mit abgefragt. Für die Studie Gamers & Brands haben weltweit 82.200 User an den Interviews teilgenommen. Vorab ein Ergebnis, das uns ebenfalls direkt ins Herz geht: Ein Viertel aller Gamer und Gamerinnen rund um den Globus spielt Videogames täglich (23 Prozent) und 39 Prozent der Befragten spielen Videogames mindestens einmal pro Woche. Für Deutschland ist das beliebteste Device das Smartphone (siehe auch unseren Blogbeitrag von letzter Woche). Übergeordnet sind Video Games inzwischen die weltweit größte, finanzstärkste Branche in der Entertainment Industrie, mit jährlich 152 Milliarden Dollar Revenue, gefolgt von Büchern (122 Milliarden Dollar), SVOD (47,21 Milliarden Dollar) und Kino (42,2 Milliarden Dollar). Für den Bereich Games kommt bei diesem Ergebnis der größte Zugewinn von der Sparte Mobile: Gaming über das Smartphone macht 36 Prozent aus, Spielen über die Konsole 32 Prozent. (Quelle: Newzoo, Statista, PWC 2019)



Corona und Gaming

Bereits im April lagen die ersten Ergebnisse für ein verändertes ‘Corona‘-Mediennutzungsverhalten vor, nun sind diese Ergebnisse und Zahlen noch etwas präziser für den Bereich Games zu benennen. Wenig überraschend: Seit dem Ausbruch der Pandemie und den damit einhergehenden Auswirkungen, ist die Gamingzeit insgesamt gestiegen. In der Gruppe der bereits aktiven Spieler und Spielerinnen investieren 55 Prozent mehr Zeit für Gaming als vor der Covid-19 Krise. Die beiden Spielgeräte Mobile und Konsole/PC liegen dabei gleich auf, mit jeweils 39 Prozent höherer Nutzung. Außerdem wurde mehr Ablenkung, Entspannung und Zerstreuung beim Fernsehen (plus 46 Prozent), Serien schauen (plus 46 Prozent), Musikhören (plus 43 Prozent) und Lesen (plus 25 Prozent) gesucht. (Quelle: Entertainment in a New World, Vivendi)


Das Plus an mehr Spielzeit wird sowohl im Single- als auch im Multiplayer Spielmodus verdaddelt, es sind im Einzelspielermodus plus 45 Prozent und 29 Prozent im Multiplayer. Und während wir körperlich die Distanz wahren, ist die Sehnsucht einander nah zu fühlen ungebrochen. Virtuelle Treffen können nicht eine reale Umarmung ersetzen, aber über den Multiplayer Spielmodus kann man Zeit gemeinsam verbringen und zusammen auf ein Ziel hin arbeiten: 74 Prozent der Mehrspieler-Gamer sind überzeugt davon, dass Videospiele helfen den sozialen Kontakt zu halten. Mehr Zeit zu Haus – lässt mehr Zeit Sachen auszuprobieren: Acht Prozent der Befragten haben erstmals Games über mobile Endgeräte gespielt und sieben Prozent zum ersten Mal über Konsole/PC.


Und, wir schließen, wie wir angefangen haben, mit Studienergebnissen, die direkt auf das Games-Entwicklerherz zielen: Spieler und Spielerinnen werden auch nach dem Lockdown mehr spielen als vorher und einige der Neu-Gamer werden bleiben. #GameOn

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