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Was ist das größte Missverständnis, das Leute über Gamification haben?

Das größte Missverständnis über Gamification ist, dass viele denken, gamifizierte Kampagnen und Lösungen sind immer und unbedingt mit einem kompletten Game und Gaming verbunden. Dabei liegen die Stärken von Gamification nicht nur in der spielerischen Umsetzung, sondern vor allem in der Interaktivität und der dadurch verbesserten Engagement Rate bei den Usern und Userinnen. In der konkreten Umsetzung für einen Kunden, kann ein Game durchaus die beste Lösung sein und die perfekte Passung herstellen zwischen dem Kampagnenziel und der Ausführung. Aber eben nicht nur! Unsere Erfahrung, die wir aus über 1.000 umgesetzten Kundenkampagnen ziehen können, zeigt, dass Gamification-Tools auch vermeintlich langweilige, zähe Vorgänge und Produkte lebendiger und interaktiver machen. Ziel unserer Kampagnen-Entwicklung ist es, unterhaltsame und fesselnde Inhalte zu konzipieren und eine stimmige und spannende Story für unsere Kunden zu erzählen. Wir integrieren die Spieler und Spielerinnen in die Story, so dass sie mit dem Content der Marke spielen und die Inhalte interaktiv konsumieren können. Wie Inhalte konzipiert und umgesetzt werden müssen, damit User und Userinnen immer wieder ins Game zurück kommen und ihr Spielerlebnis fortsetzen: Das ist für Gameloft täglich Brot und Butter.



Wenn wir von Gamification sprechen, dann beziehen wir uns u.a. auf Nick Pelling, einen US-amerikanischen Game-Designer, der vor fast zwei Jahrzehnten eine Definition für Gamification geliefert hat. Gamification ist für ihn die „Verwendung von Spielelementen und -mechaniken in Nicht-Spiel-Kontexten für eine stärkere Kundenbindung und eine verbesserte Problemlösung.“ Diese Spielelemente und –mechaniken kennen wir bei Gameloft for brands in- und auswendig: in einer sich konstant verändernden Umgebung, haben wir –bzw. die gesamte Gamesbranche– universelle Treiber ausgemacht, die dafür sorgen, dass die Audience immer wieder in die App zurückkehrt. Dazu gehört beispielsweise das Bereitstellen von neuen Herausforderungen, Events und Leveln: Der Spieler, die Spielerin hat großes Interesse daran, ihre Fähigkeiten im Game immer wieder erneut zu testen und zu verfeinern! Sie wollen, wenn sie in eine Tätigkeit Zeit und Energie investieren, auch das Gefühl haben voran zu kommen und sich zu fordern. Mit dem Wunsch danach sich stetig zu verbessern, geht ebenfalls einher, seine Fortschritte auch zeigen zu können! Erst im direkten Wettbewerb mit Konkurrenten und Konkurrentinnen und dem Abbilden der eigenen Resultate in Leaderboards werden die Anstrengungen und das Talent jedes einzelnen Spielers, jeder einzelnen Spielerin sichtbar. Gute Spiele sind ausgesprochen fesselnd und können einen regelrecht in einen Sog ziehen. Unsere Expertise aus dem Entwickeln von Mobile Games können wir übertragen auf Kampagnen und Aktionen von Kunden und Partnern.


Applaydu: Gamification statt Spiele-App

Besonders Apps aus dem Bereich (Weiter-)Bildung nutzen Elemente aus der Gamification-Toolbox – ohne zwangsläufig als ‘Game‘ im App Store eingeordnet zu werden. Die Spielelemente werden lediglich genutzt, um das Engagement und die Aktivitäten der User und Userinnen hochzuhalten. Die App ‘Fiete Math Climber‘ beispielsweise, eine App für Grundschulkinder, setzt auf Gamification-Elemente, um die Schüler und Schülerinnen zu motivieren, sich auch in ihrer Freizeit der Mathematik zuzuwenden: Sie können einen eigenen Avatar einrichten, für richtig gelöste Aufgaben erhalten sie Punkte, die gegen Spiele eingetauscht werden können, über Leaderboards sehen die Kinder auf einen Blick was sie schon alles geschafft haben.


Ein anderes Beispiel ist die App Applaydu, die Gameloft for brands für einen langjährigen Kunden im Herbst 2020 veröffentlicht hat. Applaydu ist eine Edutainment-App für Kinder. In der Entwicklung hat Gameloft for brands Learnings und seine Erfahrungen der letzten Jahrzehnte ausgeschöpft. Die App ist dank Gamification-Elementen attraktiv, fesselnd und unterhaltsam für Kinder und ihre Eltern, ohne dabei eine reine Gaming-App zu sein. Basis ist das Produkt Kinder Überraschung, dessen Strahlkraft in den letzten Jahren durch die digitale Konkurrenz etwas abgenommen hat. Ziel der Applaydu-App ist es, beides zusammenzuführen: das „reale“, haptische Spielzeug und die digitalen Möglichkeiten. Im Mittelpunkt von Applaydu steht auch weiterhin das Spielzeug oder vielmehr der Spaß am Spielen. Beim Kauf eines Überraschungseis führt der beigefügte QR-Code direkt in den jeweiligen App Store und die kostenfreie Applaydu App kann heruntergeladen werden! Damit wird auch die Figur innerhalb der App freigeschaltet: Wilde Tiere, Superheldinnen, Piraten, Schlümpfe ... dank Augmented Reality werden sie alle lebendig. „Es ist so niedlich wenn die Tiere durch mein Wohnzimmer laufen und springen. Ich bin gespannt was wir noch alles entdecken. Spannung, Spiel und Schoki .. :)“, kommentiert eine Userin.


Über den Moment der Überraschung soll außerdem die Neugier und Phantasie der (Vorschul-)Kinder angeregt werden. Und es geht in der App auch darum, gemeinsame Zeit für Kinder und ihre Eltern zu schaffen. Zusätzlich wurden pädagogische Inhalte zur Verfügung gestellt: In der App gibt es Aufgaben und Spiele, die beispielsweise mathematische, kognitive und motorische Fähigkeiten fördern und Lese- und Schreib-Anfänger bei ihren ersten Versuchen unterstützen. Ein Team aus renommierten Erziehungswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen hat einen Regelkatalog erstellt, wie die In-Game Inhalte für Kinder aufgebaut sein müssen, damit sie kognitiv anregend sind und gleichzeitig der Spaß nicht zu kurz kommt.


Die Kommunikation mit Kunden, Neu- sowie Bestandskunden, wird zukünftig mehr und mehr über mobile, digitale Ökosysteme und innerhalb von Apps stattfinden. Applaydu ist ein gutes Beispiel dafür, wie eigenständige Apps interessanten Content liefern können und auch langfristig für die Zielgruppe relevant bleiben.




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